Schulreferat über deutsche Schäferhunde der 10järigen Annika- Frauchen von Stella (DSHN)
Stella war im letzten Jahr Pflegehund der DSHN und wurde im April 2009 an eine Familie mit 3 Kindern vermittelt. Stella liebt ihre Familie und vor allem die Kinder. Stella wird auf dem Hundeplatz durch Unterordnung zum Begleithund ausgebildet und bekommt von Annika noch vieles zusätzlich beigebracht das Hund unbedingt können muss- wenn er mit Kindern lebt. ;-)
Annika brachte ihr bei die Deckel/ Schubladen eines Intelligenzspieles für Hunde zu öffnen, sich ein Leckerli dort zu holen und die Schubladen wieder zu schliessen. Stella sucht Annika auf Komando verlässlich, springt durch Hula Hop Reifen, rennt durch den Hundetunnel, zieht im Winter den Schlitten den Berg hoch, bringt Bällchen, fährt Skateboard und folgt natürlich den gängigen Kommandos. Manchmal darf Stella auch Model sein und hat einen schicken Regenmantel an. Alles um "ihre" Kinder geniesst sie ganz arg. Da sie aber nun mal ein Schäferhund ist und die Familie beim Spaziergang oftmals Vorurteilen begegnet, hat Annika dies zum Anlass genommen durch ihr Referat in der Schule bei Mitschülern und Lehrern den Schäferhund vorzustellen und mit Vorurteilen "aufzuräumen". Stella war NATÜRLICH mit in der Schule- als Vorzeigeobjekt und liebenswertes Versuchskaninchen. Das Referat hat allen Kindern und dem Lehrer (der anfänglich doch Bedenken hatte, weil SCHÄFERHUND........) so gut gefallen, das Annika vom Lehrer gebeten wurde das Referat zusammen mit Stella in ALLEN anderen Klassen zu wiederholen (klasse Annika!!!). Das Referat wurde 1:1 übernommen (natürlich mit Einverständnis). Es setzt sich aus Stichpunkten zusammen zu denen Annika noch erzählt hat und entweder Fotos oder kleine Videos gezeigt hat.
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SCHÄFERHUNDE
Heute möchte ich euch etwas über Schäferhunde erzählen.
Früher wurden Schäferhunde als mittelgroße Hunde zum Hüten von
Viehherden gezüchtet.
Danach wurden sie mehr als Schutz-und Wachhunde benutzt,deswegen hat man
sie größer gezüchtet.
Die Rüden haben eine Schulterhöhe von 60-65 cm.und wiegen 33-38 kg.
Etwas kleiner sind die Weibchen.
Es gibt verschiedene Schäferhundrassen (Deutscher-, Belgischer -,
Australischer-, Holländischer-, Langhaar-, und Weißer Schweizer Schäferhund)
Vom Deutschen Schäferhund und Belgischen Schäferhund (Malinoi) habe ich ein Bild dabei.
Deutschen Schäferhund
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Belgischen Schäferhund Malinoi
Die Hunde werden oft als Arbeitshunde verwendet.
Sie brauchen UNBEDINGT eine Aufgabe.
zB.als Hütehunde. -hütet die Schafe
-lässt sie nicht über die Grenze
-darf sie nicht jagen
-darf nur stehen bleiben, dass das Schaf nicht 'rüberläuft
Als Schutzhunde.
-wenn Einbrecher stehen bleibt, darf er nur bellen.
-wenn der Einbrecher wegläuft soll er beißen, aber nur in den Arm,
oder in den Fuß
- Hund muss auf Kommando loslassen.
Als Blindenhunde. -
muss die Verkehrsregeln kennen
-rote und grüne Ampeln
-Zebrastreifen und Gehwege erkennen
-Wegbeschreibungen des Menschen verstehen
-darf sich nicht durch andere Hunde und Menschen ablenken lassen
immer Fuß laufen
Als Suchhunde.
-muss Gerüche erkennen und sehr gut riechen (lange Nase)
-in diesem Fall ein Suchhund für Rauschgift
-Hund findet Rauschgift im Rückspiegel
-Suchhunde für Menschen (z.B.Verschüttete) dürfen nur bellen oder sich
hinlegen, aber nicht graben.
Deutsche Schäferhunde wurden immer mehr für Ausstellungen verwendet.
Dafür wurde der Rücken hinten flach und vorne hoch gezüchtet. (Bild)
Deswegen haben viele Hunde mit der Hüfte starke Probleme bekommen.
(Man nennt es Hüftgelenksdysplasie HD: eine genetisch bedingte
Mißbildung der Gelenkkugel und der Gelenkpfanne der Hüfte)
Deshalb konnten sie nicht mehr richtig arbeiten.
Darum werden immer mehr Belgische Schäferhunde als Arbeitshunde
gehalten. Bei ihnen ist der Rücken gerade und sie bekommen dadurch nicht
so oft Hüftprobleme.
Aber viele Deutsche Schäferhunde werden ins Tierheim abgegeben, auch
weil sie kaputte Hüften haben und Hüftoperationen sehr teuer sind.
So sieht es im Tierheim aus:
Hier sieht man auch viele
Schäferhunde im Tierheim. Manche davon haben auch kaputte Hüften, sie
bleiben meist bis zu ihrem Tod im Tierheim, weil sie keiner haben will.
-Dies ist ein Tierheim in Frankreich
-Meist sind die Tierheime etwas überfüllt, und arm.
-Die Helfer bekommen häufig kaum Geld.
-Kaum jemand holt ein Tier aus dem Tierheim
Wir haben eine Schäferhündin aus dem Tierheim: Stella
Sie kommt aus einem Tschechischen Tierheim und war ein Straßenhund.
Man weiß nicht wie lange sie auf der Straße gelebt hat und wann sie vom
Tierheim eingefangen wurde,weil sich das das Tierheim nicht aufgeschrieben hat.
Sie ist geschätzt 2 Jahre alt.
Im Tierheim war sie dann mit einem Zweithund im engen Zwinger
Da sich Stella langweilte,fing sie die ganze Zeit den Schwanz.
Dies nennt man Zwingerkoller.
Sogar jetzt hat sie noch den Zwingerkoller. Wir versuchen es ihr
abzugewöhnen, aber es ist sehr schwierig.
Weil Stella ein krummes Beinchen hat wollte sie keiner haben.
Dann kam sie nach Mannheim zu einer Pflegestelle.
Pflegestelle ist, wenn ein Mensch Tiere so lange hat bis sie vermittelt
sind.
Als Stella auf ihrer Pflegestelle war, hüpfte sie auf Tische, auf die
Arbeitsfläche der Küche, war nicht stubenrein und kannte keine Leine.
Vermutlich hat sie ihr ganzes Leben auf der Straße verbracht.
Als unser alter Schäferhund gestorben ist,haben wir Stella auf der
Pflegestelle gefunden und mitgenommen.
Und Stella haben wir auch ein paar Aufgaben beigebracht, da Schäferhunde ja eine Aufgabe brauchen.
Stella versteht Kommandos:
(Sitz,Platz,Komm,Pfote,Nein,Bleib)
Wir haben ihr beigebracht das sie Zeichensprache versteht,falls sie mal
taub wird:
(Sitz,Platz,Komm,Bleib)
Stella haben wir auch noch andere Kunststücke beigebracht:
- durchs Tunnel rennen
- Hulla-hopp Reifen durchspringen
- Such Annika
-Fächer und Deckel aufmachen um ein Leckerli zu finden (vom
Holzspielset)(seitdem ich ihr das Deckelöffnen beigebracht habe, macht
Stella immer den Deckel vom gelben Sack auf, wenn sie vorbeiläuft-es
könnte ja ein Leckerli drinnen sein!)
-Bällchen bringen
-Stella zieht im Winter die Schlitten den Berg hoch
-Skateboard fahren
Hat noch jemand Fragen dazu?
Wer Stella streicheln möchte darf jetzt mal hintereinander hinauskommen
und sie streicheln.
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Es wurden viele Fragen gestellt, die Annika beantworten konnte. Viele Kinder wussten u.a. nicht, was genau Strassenhunde sind.
Einige Kinder, die eigentlich Angst vor Schäferhunden hatten, trauten sich Stella zu streicheln. Stella hat einige ihrer von Annika erlernten "Kunststückchen" in der Klasse vorgeführt. Ansonsten lag sie ruhig auf ihrer Decke vor der Tafel und hat auf ihren Einsatz gewartet. :-). Stella wurde erst unruhig und ist durch die Klasse gelaufen, als Annika für das Referat ihren (wohlverdienten) Beifall bekam. Mittlerweile hat Annika ihr Referat in allen anderen Klassen gehalten und beide wurden überall mit posivem Interesse aufgenommen.
Als ehemalige Pflegestelle von Stella bin ich froh das Stella durch die DSHN eine Chance bekommen hat. Bin froh das sie es so gut getroffen hat mit ihrer Familie und wünsche mir das viele Schäferhunde so ein Glück haben dürfen.
Liebe Grüße an alle Schäferhundfreunde
Heidrun Osietzki
Es wäre schön, wenn dieses „Projekt“ Schule machen würde, denn es ist zu beobachten, daß sehr viele Kinder Angst vor Hunden haben, oder überhaupt keinen Bezug zu Tieren im Allgemeinen entwickeln.
15.08.2010