Deutscher Schäferhund Nothilfe_e_V

Shanti

Juli 2010
Für meine liebste Shanti
Nie mehr werden Deine Augen mich trösten können, Du warst immer für mich da. In meinem Herzen wirst Du weiterleben und wir werden uns wieder sehen. Irgendwann…………..  
Deine Claudia

Bin ich dereinst gebrechlich und schwach Und quälende Pein hält mich wach – Was Du dann tun musst – tu es allein.
Die letzte Schlacht wird verloren sein.
Das Du sehr traurig, verstehe ich wohl.
Deine Hand vor Kummer nicht zögern soll.
An diesem Tag – mehr als jemals geschehen – muss Deine Freundschaft das Schwerste bestehen.
Wir lebten nur kurze Zeit voll Glück.
Furcht vor dem Muss? Es gibt kein Zurück.
Du möchtest doch nicht, das ich leide dabei.
Drum gib, wenn die Zeit kommt, bitte mich frei!
Begleite mich dahin, wohin ich gehen muss.
Nur – bitte bleibe bei mir bis zum Schluss.
Und halte mich fest und red mir gut zu,
bis meine Augen kommen zur Ruh.
Mit der Zeit – ich bin sicher – wirst Du es wissen, es war Deine Liebe, die Du mir erwiesen.
Vertrauendes Wedeln ein letztes Mal –
Du hast mich befreit von Schmerzen und Qual.
Und gräme Dich nicht, wenn Du es einst bist – Der Herr dieser schweren Entscheidung ist.
Wir waren beide so innig vereint.
Es soll nicht sein, dass Dein Herz um mich weint.



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09.12.09
Shanti 
genießt es täglich (wenn es nicht zu stark regnet) ihre Knochen im Hof zu knabbern, den Hühnern macht sie überhaupt nichts, nur wenn eins mal zu Nahe an den Knochen kommt springt sie in Richtung Huhn, ohne schnappen und beißen.

Auch wenn so tagsüber mal ein Hühnchen aus dem Hühnergarten ausbricht und wir von der Praxis zurückkommen, zeigt sie kein Interesse dafür, die gehören zum Hof und gut ist’s.

Lieben Gruß        
Claudia Miklos                 
Mobile Tierheilpraxis            
Homöopathie und
Akupunktur nach TCM    
0171 / 514 24 25            
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Am 02.11. ist Shanti umgezogen. Ihr Frauchen aus Bayern hat einen Hof und viel Zeit für Shanti, die sich schon nach wenigen Tagen stark an sie angeschlossen hat. Momentan neigt sie zu eifersüchtigem Verhalten.  Andere Hunde und sogar manche Menschen werden angebleckt, wenn sie ihr zu nahe kommen. Zum Glück ist Shantis Frauchen eine erfahrene Halterin und verweist Shanti in ihre Schranken.  Bestimmt möchte Shanti ihr Frauchen nicht mehr hergeben und nicht mehr teilen; möglicherweise werden sich diese Zicken bessern, wenn Shanti nach einigen Wochen oder Monaten realisiert hat, daß sie angekommen ist.
Das Foto zeigt sie auf ihrem absoluten Lieblingsplatz unter dem Schreibtisch.
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01.10.09

Nach einem 2 Jahre und 4 Monate öffnete sich sich erstmals die Tür ihres Tierheimzwingers, den sie mit 5 weiteren Hündinnen teilte, um die ältere Schäferhündin hindurch zu lassen.
Sie wurde aus dem Zwinger geholt und hat sofort verstanden - Sie strahlte über das ganze Gesicht und kletterte nach einem Spaziergang auf Aufforderung ohne zu zögern in die Box eines fremden Autos, meines Autos.
Wir fuhren fünf Stunden in nördlicher Richtung durchs herbstliche, regnerische Polen, hielten nur zu einem kurzen Beinevertreten an.

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Dabei hat sich derart auf mich fixiert, daß sie sich fort an fest an meine Fersen heftete. Auch als wir auf dem Schutzhof auf viele, viele andere Hunde trafen, wich sie nicht von meiner Seite.
Bei jeder Gelegenheit suchte vorsichtig Kontakt zu mir. Vorsichtig, ja fast zärtlich und stupste sie mich an, schaute mir immer wieder in die Augen, setzte sich vor mich, lachte über ihr ganzes Hundegesicht, gab Pfötchen und wollte sich am Liebsten auf meinen Schoß setzen.
Sie tat alles, was ich von ihr wollte und verstand sofort. Sie apportierte ein Spielzeug, rannte und sprang fröhlich über´s Feld. Und wie kraftvoll sie noch rennen konnte, nach all der Zeit der aufgezwungenen Bewegungsarmut.
Ihr Fell war verfilzt und sie war übergewichtig. Eines ihrer unteren Augenlider ist durch eine alte Verletzung eingerissen, was sie leicht entstellte. Auf ca. 9 Jahre wurde sie geschätzt. Trotzdem ist sie wunderschön.
Ist sie vielleicht eine reinrassige Tervuren Hündin?... das hat keine Bedeutung mehr für sie und ihr weiteres Leben.
Zu allen anderen Hunden groß und klein war sie nett und auch zu den Katzen.
Doch dann wollte ich ohne sie auf einen Spaziergang mit meinen Hunden gehen und sie versuchte aus dem Fenster im ersten Stock zu springen. Sie wurde am Geschirr gerade noch rechtzeitig zurück gezogen.
Als ich trotzdem ohne sie loszog, zerbiß sie Leine und Geschirr, um hinter mir her zu kommen. Auch ein Drahtgitter zerlegte sie kurzerhand bei der nächsten Gelegenheit.
Ich ging trotzdem und ließ sie unter Aufsicht zurück, denn sie mußte sich von mir lösen, ich konnte sie nicht mit nach Hause nehmen als meine Hündin, es war nicht möglich. Ihr Zuhause sollte der Schutzhof werden.
Sobald ich auf dem Hof war, hatte ich die üble Aufgabe sie immer wieder zu ignorieren, damit sie sich von mir entwöhnte. Die Schutzhofbesitzerin und ich hatten ein Programm ausgearbeitet, bei dem ich ständig kommen und gehen mußte.
Immer wieder aufs Neue bewies die Hündin ihre Intelligenz, ihren Einfallsreichtum und ihre Kraft:
Sie begann sich unter Zäunen durchzuwühlen, wenn ich versuchte, sie zurück zu lassen und hätte sich auch verletzt in ihrer inneren Verzweiflung, wenn nicht die Schutzhofbesitzerin und eine Besucherin da gewesen wären, um auf sie aufzupassen.
In der Nacht brach sie aus dem Zimmer einer der Frauen aus, öffnete wie selbstverständlich die Türe zu meinem Zimmer und legte sich neben mein Bett.
Sie wurde wieder geholt und hielt die andere Frau die ganze Nacht wach, weil sie gehen wollte und wimmerte und hin und her wanderte.
Am nächsten Tag mußten wir weiter üben.
Ich ging also wieder für einige Stunden fort. Sie bewachte stundenlang Kleidungsstücke von mir und ließ keine anderen Hunde in die Nähe.
Wenn ich nicht da war, legte sie sich neben oder unter mein Auto. Fuhr ich das Auto aus dem Hof auf die Straße wollte sie nicht mehr mit herein kommen, denn sie hatte schon durchschaut, daß ich weg fahren wollte.
Bald waren die wenigen Tage, die so schwer und doch so unwiederbringlich waren für die Hündin und für mich, vorbei und ich ließ sie zurück mit dem inneren Versprechen einen lieben Menschen für sie alleine zu suchen.
Die Hündin wollte nicht eine unter vielen sein, sie sehnte sich nach einem Menschen für sich allein.
Und dieser Mensch war in wenigen Tagen gefunden, sagte sofort ja zu ihr, auch wenn es schwierig werden kann.
Sie wird geduldig mit ihr üben, bis sie ihre Trennungsangst überwunden hat.
Diese Jahre im Tierheim müssen schrecklich für die Hündin gewesen sein, doch sie ist klug und wird bald wissen, wohin sie gehört.
Sie soll alles bekommen, was sie sich tief in ihrem Hundeherzen wünscht.
Ich werde wohl für immer an sie denken.
Sie hätte sich sicher auch an jede andere Person angeschlossen, die sie geholt hat, das ist es nicht .....doch das kann sicher jeder verstehen, der Hunde liebt.


Birgit Zach
birgit@DSHN.de
Tel.: 0049 711 230 35 52