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Rittmeister Max von Stephanitz

Ablehnung von Zwingerhaltung und Massenzucht

In Rittmeister Max von Stephanitz Buch "Der Deutsche Schäferhund in Wort und Bild", das zur SV-Bibel wurde, findet man gewiss auch Vieles was nicht mehr unserer heutigen Auffassung entspricht. Doch vielen Freunden des Deutschen Schäferhundes ist nicht bekannt, daß der Begründer der DSH-Rasse Zwingerhaltung und Massenzucht ablehnte. Außderden war ihn der Hund nicht nur DAS TIER. Er sprach auch von der Seele des Hundes. Hier sind einige Zitate:

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Max von Stephanitz, Begründer der Rasse des deutschen Schäferhundes

Seite 405:

"...Wird der Hund aber, um nicht Schaden anzurichten- oder gar, um seines hohen Kaufpreises wegen nicht Schaden zu leiden - im Zwinger gehalten, dann verkommt er nicht bloß körperlich, wird steif, ungelenk und träge, er geht dort auch geistig zugrunde, verliert Murr und Schneid."

Der Zwingerhunde heiße Sehnsucht: Hinaus aus dem öden Stumpfsinn in die Freiheit, zu Menschen. Spiel und Arbeit.

Seite 408:

"...und deswegen habe ich von jeher bei unseren Schäferhunden vor Zwingerhaltung und einseitiger Zucht auf Schönheit statt auf Arbeitsleistung gewarnt..."

Seite 578:

"...Sportzucht hat weitere Übel zur Folge. Um zu Ausstellungserfolgen zu gelangen, muss sie in größerem Maße betrieben werden, das aber kann nur im Zwinger erfolgen. Massenzucht und Zwingerzucht sind aber der Verderb für gesunde Schäferhundzucht. Vom Fluch der Zwingerhaltung habe ich schon im II. Abschnitt ausgiebig gesprochen, Zwingerzucht aber verdoppelt und vervielfältigt das Übel...
Der Schäferhund will als Persönlichkeit genommen sein, sein Herr muss sich mit ihm beschäftigen können..., das ist aber nur mit einem, oder einigen wenigen möglich, nicht mit mehreren. Sie leitet nur zu leicht zur Handelszucht über. Aus dem Namen ergibt sich schon, dass die nichts mehr mit Liebhaberei [...] zu tun hat, ja nicht mal mit Sport, der freilich nur zu oft als Deckmantel dafür hergeben muss.
...ist der Hund nunmehr Ware...Wird sie das (Massenzucht) so ist und wird sie Hundehandel..." Stephanitz zitiert E. Schlaikjer, weil er dies so treffend fand: "Ich weiß kein Tier, das in seinen Empfindungen und Zuneigungen so zart und innig sein kann wie der Hund. Dabei sind seine sittlichen Eigenschaften so stark entwickelt, dass man ihn in diesem Punkt wahrscheinlich über den Menschen stellen muss..."

Man kann sich leicht vorstellen, daß er sich im Grab umdrehen würde, würde er Manches heute sehen...

 
Deutscher Schäferhund Nothilfe e.V.
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