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31.07.09
Neuigkeiten von Leni.
Nachdem nun schon fast drei Monate vergangen sind, seid Leni bei uns eingezogen ist, wird es Zeit um die Neuigkeiten zu erzählen!
Kurz nach unserem ersten Bericht, im Mai, gab es eine Beißerei zwischen Leni und Hoover (unserem Rudelboss). Leni wollte ihm unbedingt zeigen wo es langgeht, doch Hoover war um einiges stärker, so dass Leni den kürzeren zog. Sie wurde bei dieser Rangelei an der Brust ziemlich verletzt und musste genäht werden. Gott sei Dank hat sie alles gut überstanden, das Fell ist wieder nachgewachsen und Leni und Hoover verstehen sich mittlerweile auch wieder gut. Nach diesem Vorfall wurde sie allerdings viel gelassener und entspannter im Umgang mit den anderen Hunden. Doch nur mit unseren Hunden im Rudel, wenn wir fremde Artgenossen treffen werden diese lauthals beschimpft und angeknurrt. Da wir aber relativ einsam wohnen und selten Kontakt mit andreren Hunden haben, ist dies nicht allzu schlimm. Bekannte von uns haben zwei Schäferhunde, mit denen haben wir fleißig geübt und siehe da, auch mit denen kommt Leni mittlerweile gut zurecht!!
Vor ca. zwei Wochen waren wir am Ostseestrand mit Leni, Hoover und Tyson –dem Kleinsten aus unserem Rudel – Leni hatte natürlich ihr Bällchen dabei und hat damit wie eine Verrückte gespielt. Sie hat sich im Sand gerollt, ist in die Luft gehüpft und hat dabei den Ball wieder aufgefangen, ist hin und her gerannt, ist ins Wasser gesprungen usw. doch richtig geschwommen ist sie nicht, war ihr wohl doch zu nass das Meer. Vielleicht waren ihr auch die Wellen etwas zu gruselig, na ja, bis zum Bauch war sie aber drin !! Das ist doch schon was. Beim nächsten Mal gehe ich vor, vielleicht kommt Leni dann auch hinterher. So wie sonst auch. Sie folgt mir wie ein Schatten, selbst wenn man denkt sie schläft und man könnte sich rausschleichen ohne sie aufzuwecken. Auch das wird nichts, so schnell möchte ich auch mal wachwerden!!!
Am schönsten ist es wenn wir morgens aufstehen! Lenchen wartet dann natürlich schon und ist total aufgeregt. Wenn wir dann die Leiter runtersteigen (wir haben ein Hochbett) rennt sie los und sucht ihre kompletten Spielsachen zusammen und legt sie uns vor die Füße. So, dann liegt dieser Spielzeugberg (Bälle, Stoffziere, Gummikauknochen, Seil…) zu unseren Füßen und los geht es. Dann wird erst mal ne Runde gespielt. Dann hat sie sich auch wieder beruhigt und der Tag kann beginnen!!
Wir sind nach wie vor sehr sehr froh dass Leni bei uns ist, sie hat sich toll entwickelt, hat ein wenig abgespeckt und das Fell glänzt. Immer wenn ich Leni anschaue, kann ich nicht glauben dass sie schon über 10 Jahre sein soll. Sie ist super fit und macht so manchem unserer jüngeren Hunde im Sprint noch was vor. Ich glaube sie ist erst 3!!!!
Bis zum nächsten Mal, und viele Grüße von uns allen
Kerstin und Marc

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Seit dem 09.05.2009 wohnt nun die Kleine “Maus“ Leni bei uns. Ich habe sie direkt im Tierheim in Breslau (Polen) abgeholt. Sie war schon einige Zeit dort und auf Grund ihres Alters von 10 Jahren stand sie nun kurz vor der Einschläferung.

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Als ich mittags im Tierheim in Breslau ankam, ging ich mit einer Helferin des Tierheims direkt zu Leni. Sie lag zusammengerollt in ihrer Hütte. Sie hatte sich wohl schon seit einiger Zeit aufgegeben. Sie sah sehr traurig aus und kam auch nicht aus ihrer Hütte. Leni teilte ihren Zwinger mit drei anderen Hündinnen, die allerdings allesamt recht fröhlich ans Gitter kamen. Anschließend holten wir Leni dann zu uns ins Büro um die Papiere fertig zu machen. Da war sie bereits ein ganz anderer Hund: Wahrscheinlich war die Kleine überglücklich darüber, dass sich nun endlich jemand um sie kümmert. Sie strahlte uns an, wedelte wie verrückt mit dem Schwanz und konnte sich vor lauter Freude kaum noch einkriegen. Wir mussten ihr die ganze Zeit den Bauch kraulen. Als alles erledigt war gingen wir zum Auto, um uns wieder auf den Heimweg zu machen. Leni sprang sofort hinein, schnupperte ganz interessiert und verhielt sich während der Fahrt ganz ruhig während sie mich allerdings die ganze Zeit aufmerksam beobachtete. Nach einer Stunde machten wir dann den ersten Stopp um eine kleine Gassigehrunde einzulegen. Auch dabei lachte sie mich ununterbrochen an und konnte vor lauter Aufregung kaum laufen. Streicheleinheiten waren ja auch viel wichtiger. Außerdem hatte sie sehr viel zu erzählen: sie fiepte und quietschte nur so vor Vergnügen!


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Gegen Abend kamen wir dann endlich zu Hause an. Dort mussten wir Leni dann erst mal mit Marc und den anderen Hunden bekannt machen. Die warteten schon ganz aufgeregt hinter‘m Zaun. Die Zusammenführung erwies sich dann als recht unproblematisch: Bis auf ein paar Grummeleien von Lenis Seite gab es keine Schwierigkeiten. Am nächsten Tag folgte mir Leni dann schon auf Schritt und Tritt und wollte überall dabei sein.

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Wenn die anderen Hunde ihr - oder mir - aber zu nahe kamen knurrte sie diese zwar an, ließ sich aber gut abrufen und in ihrem Verhalten korrigieren. Nachdem Leni eine Woche bei uns war musste Marc das Wochenende über auf alle Hunde alleine aufpassen. Am Sonntagabend war ich dann wieder da und man glaube es kaum: Marc hatte bereits ausgiebig mit Leni ballgespielt, bzw. lief Leni allem hinterher, was so durch die Lüfte flog. Einem aufgehängten Agility Course-Ring durchquerte sie ebenfalls problemlos beim Versuch den nächsten Ball zu erhaschen. Das Spielen macht ihr total viel Spaß und sie rennt trotz ihres stolzen Alters von bereits zehn Jahren hinter jedem Flugobjekt her, bringt es wieder, lässt aus, gehorcht auf „Sitz“ und wartet geduldig auf den nächsten Wurf. Auch durch den Spieltunnel läuft sie (wenn es außen herum nicht doch einfacher geht). Es ist wirklich unglaublich wenn man ihr zuschaut, bzw. wenn man sie noch vor ihrer Ankunft hier, im Breslauer Tierheim gesehen hat. Sie war dort wirklich ein Häufchen Elend, aber hier ist sofort aufgeblüht und auch mit ihren Hundekollegen gibt es nun bereits kaum nennenswerte Probleme mehr. Wir gehen jeden Tag Gassi, da will Leni auch immer dabei sein. Leider kann sie nicht mehr ganz so weit laufen, aber da wir noch drei andere ältere Hunde haben, gehen wir eben nur eine kleinere “Rentner-Runde“, die sie dann auch locker schafft.
Sie ist Schäferhund-typisch sehr wachsam und schimpft auch schon mal mit entgegenkommenden Spaziergängern - das werden wir also noch etwas üben müssen!!! Uns folgt sie auf Schritt und Tritt und möchte am liebsten überall dabei sein.
Sie ist nun zwei Wochen bei uns und hat sich prima eingelebt und wir glauben sagen zu können, dass sie sich bei uns sehr wohlfühlt. Leni ist eine ganz große Schmusebacke und wir sind überaus froh, dass wir ihr noch ein paar schöne lebenswerte Jahre schenken können. Sicherlich hat sie bisher noch nicht viel Gutes erfahren.
Es ist einfach wunderschön mit anzusehen und mit zu erleben, wie ein älterer Hund noch einmal neu aufblüht und welche Freude er am Leben empfindet.
Vielleicht können wir durch unsere kurze Geschichte ein paar Menschen dazu anregen ebenfalls einem älteren Hund ein schönes Zuhause zu schenken. Wir haben seit ca. 15 Jahren Hunde und dabei waren zum größten Teil Hundesenioren. Sie waren allesamt unendlich dankbar und lieb und auch wir möchten keinen Augenblick mit ihnen gemisst haben.

Weitere Neuigkeiten folgen!
Leni, Kerstin und Marc
24.05.2009