Gebrauchter Hund - na und?
Sind sie zur Zeit auf der Suche nach einem Hund (dessen Anschaffung sie vorher natürlich genau durchdacht haben)?
In folgendem habe ich einige Überlegungen zusammengestellt, die dafür sprechen einen Hund
aus dem Tierheim auszusuchen:
1 Auch wenn niedliche Welpen nahezu jeden Tierfreund ansprechen, sind sie nur dann für Hundeanfänger geeignet, wenn diese viel Zeit in die Ausbildung des Kleinen investieren können und sich eingehend mit dem Thema Erziehung befassen, denn bei der Welpenerziehung können viele Fehler gemacht werden, die häufig zu Verhaltensstörungen oder zumindest zu mangelndem Gehorsam führen. Ältere, souveräne Hunde sind für Hundeanfänger oft besser geeignet.
Natürlich sitzen im Tierheim auch immer wieder Jungtiere, die ein zu Hause suchen und andere Hunde, die Hundeerfahrung erfordern.
2 Im Tierheim kennt man das Tier mit seinen Eigenschaften, man kann vielleicht eher abschätzen ob Hund und Halter zusammenpassen und man hat Gelegenheit sich bei Spaziergängen in aller Ruhe gegenseitig kennenzulernen.
3 Sollten Probleme auftauchen hat man im Tierheim kompetente Ansprechpartner, die einem beratend zur Seite stehen.
4 Entgegen der gängigen Meinung sind Hunde bis ins hohe Alter lernfähig.
5 Ein älterer, souveräner Hund beherrscht oft schon die Grundkommandos.
6 Außerdem ist das Alleinbleiben bei Berufstätigkeit der Besitzer für Welpen und Junghunde schwer, was für einen gesetzten Hund mit einem geringerem Bewegungsdrang und einem höheren Schlafbedürfnis kein Problem darstellt
7 Sind sie selbst schon älter? Dann ist aus obengenannten Gründen ein älterer Hund der Richtige für sie
8 Ein Hund vom Züchter hat oft seinen Preis. Die Schutzgebühr der Tierheime ist oft viel
geringer. Geld sollte zwar kein Argument sein, aber man hilft durch die Schutzgebühr anderen
Tieren, die eine Heimat suchen und somit ist es sinnvoll eingesetzt.
9 Tiere, die ihr zu Hause bereits einmal verloren hatten, oder Schlimmes durchgemacht haben, sind meist besonders dankbar.
Aus den unterschiedlichsten Gründen werden sie zu Heiminsassen:
Trennung der Bezugspersonen, Umzug der Halter, Tod, Pflegebedürftigkeit oder Schwangerschaft der Besitzer, sind mit die häufigsten Gründe, die zu einer Abgabe führen. Verhaltensprobleme, die durch gezielte Schulung der Herrchen/Frauchen hätten beseitigt werden können treten immer wieder auf - die Liste ist lang… doch in den seltensten Fällen ist der Einweisungsgrund im Tier begründet.
Und somit sind die wohl schönsten Argumente für die Aufnahme eines Tierheimhundes Menschlichkeit und Ethik.
Vielleicht möchten sie ja bei der Anschaffung ihres (nächsten) Hundes einem Tierheimhund, der seine traurige Lage nicht verschuldet hat, eine Chance auf Geborgenheit und Zuneigung geben.