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Asta

Wenn Liebe einen Weg zum Himmel fände, und Erinnerung zu Stufen würden, würde ich hinaufsteigen und dich wieder zurückholen. Asta bekam am 6. November mehr...


Gebrauchter Hund

Gebrauchter Hund - na und? Sind sie zur Zeit auf der Suche nach einem Hund (dessen Anschaffung sie vorher natürlich genau durchdacht haben)? In folgendem habe ich einige mehr...


Endlich ist Tanja bei uns

Februar 2007 Endlich ist Tanja bei uns Im Dezember 06 war ich erstmals im Internet unterwegs. Da ich Hunde liebe, kam ich bald auf verschiedene Tierschutzseiten aus mehr...


Ein Jahr mit Tanja

Ein Jahr mit Tanja (Januar 2008) Mittlerweile ist ein Jahr vergangen, und wir haben mit Tanja Einiges erlebt. Sie hat nun eine kleine Freundin namens Sugar an ihrer mehr...


Chicco

Chicco - kleiner Dackelmethusalem Silvester 2006: Er lag völlig apathisch neben seiner Decke auf dem Boden des Tierheimzwingers mehr...


Kajtek

Kajtek, vergiß was war Kajtek hatte wohl viele Jahre lang kein schönes Leben. Er wurde gefunden und ins Tierheim Gorzow (Polen) gebracht mehr...


Ajax

Mein "kleiner Junge" hieß Ajax, er kam 2005 zu uns nach Wilsdorf aus einer ausländischen Tötungsstation. Bis dahin hatte er 10 Jahre im Zwinger gelebt, er kannte nicht mal Treppen!! mehr...


Lima

Nachdem nun schon fast drei Monate vergangen sind, seid Leni bei uns eingezogen ist, wird es Zeit um die Neuigkeiten zu erzählen! Kurz nach unserem ersten Bericht, im Mai mehr...


Floh

Plädoyer für tierische Senioren Floh ist tot Wer war wohl Floh, werden sich die Menschen fragen, die das lesen. Floh war eine ca. 14-jährige Schäferhündin. Am Montag mehr...


Capo

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Endlich ist Tanja bei uns

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Februar 2007
Endlich ist Tanja bei uns
Im Dezember 06 war ich erstmals im Internet unterwegs. Da ich Hunde liebe, kam ich bald auf verschiedene Tierschutzseiten aus In-und Ausland. Zu sehen, wie viele Tausende von Tieren mit den unterschiedlichsten Schicksalen ein Plätzchen suchen, hat etwas in mir
verändert. Mehrere Nächte habe ich kaum Schlaf gefunden, weil alles was ich tun kann, nur ein Tropfen auf den heißen Stein ist, doch es bleibt einem ja nichts übrig, als halt dieses Wenige zu tun.
Und nur für ein einziges Tier hatte ich jetzt noch einen Platz frei, da mein geliebter Schäferhundrüde Thor vor 4 Monaten gestorben ist. Eigentlich fühlte ich mich noch nicht bereit für einen neuen Hund, weil ich noch trauerte, aber als ich an die Ungezählten dachte, deren Lebenszeit währenddessen in einem Tierheimzwinger verstreicht, war klar,
daß ich nicht mehr warten sollte.
Es sollte ein Tier sein, das sehr dringend sucht.
An Sylvester sah ich in unserem Tierheim ein 14jähriges Langhaardackelchen, dem es so schlecht ging, daß es sich kaum noch rühren konnte. Ohne lange zu überlegen nahm ich ihn mit zu uns. Nach wenigen Tagen blühte der Kleine auf und wackelte stundenlang
durch die Wohnung (auch er hat es in den letzten Jahren nicht gut gehabt, wurde vernachlässigt, seine Krallen waren so lang, daß er kaum noch laufen konnte, aber das ist eine andere Geschichte, seine Geschichte.)
Chicco hatte früher mit einem anderen Hund zusammengelebt, und da er so klein ist und so wenig Platz benötigte, könnte ich ja vielleicht noch einer armen alten Seele helfen. Doch wem? Hunderte von Hunden hätte ich gerne genommen...
Da sah ich Tanja`s Inserat. Sie wurde als sehr unglücklich beschrieben, da sie ihren Gefährten Chicco verloren hat, und sie sollte mit ihren 14 Jahren nun wirklich nicht mehr warten müssen. Sie mußte so Schlimmes durchleben - ich will sie noch einmal richtig glücklich machen! Hatte ich doch zuhause einen alten Knaben, der zufällig auch Chicco hieß.
Schnell war der Kontakt zum Tierheim Limburg hergestellt und endlich war der Tag, an dem ich sie holen durfte, gekommen.
Gleich als ich aus dem Auto stieg, sah ich sie mit ihrer Patin in einem der Außenzwinger, und schon kamen mir die Tränen, denn sie sah viel älter aus als auf dem Foto, das ich kannte. 5 lange Jahre mußte sie im Tierheim warten!
Es tröstete mich aber zu sehen, wie gut man es hier mit ihr meinte: sie hatte in Frau Latsch eine liebevolle Patin, die gleichzeitig ihre Bezugsperson war, sehr oft mit ihr spazieren ging und ihr dieses und jenes Extra sponserte. Überhaupt war Tanja dort bei allen Mitarbeitern sehr beliebt, erhielt viele Streicheleinheiten und Vergünstigungen (wie zum Beispiel fast tägliche Aufenthalte auf dem Sofa des Büros) und wurde nach Kräften verwöhnt. Auch der Zwinger war komfortabel ausgestattet und hatte einen schönen Freilauf. Nichts des Trotz war Tanja nach Chiccos Tod im Tierheim viel zu viel alleine und so wurde sie ins Auto gepackt, nachdem wir uns davon überzeugt hatten, daß sie und mein Chicco sich wohl mögen würden.
Die ersten Tage waren für alle Beteiligten etwas stressig. Tanja war zwar einerseits zugänglich und neugierig, andererseits aber auch nervös und aufgeregt und bestimmt auch heimwehkrank, was sich in lang anhaltenden schmerzhaften und intensiven Juckreizattacken äußerte. (Sie hatte bei dem Tierquäler, dem sie neun Jahre lang als Gebärmaschine dienen mußte, eine Sarcoptes-Infektion -Räude-, die nicht behandelt wurde. Dadurch kam es zu irreversiblem Fellverlust an Rute und hinteren Rücken mit Neuropthien der betroffenen Hautarreale) Die Arme konnte nachts kaum schlafen, kratzte sich nahezu ununterbrochen, winselte, schrie und geisterte durch die Wohnung. Hinzu kamen heftige Durchfälle. Anfangs machte sie auf ihren Stuhldrang durch anhaltendes Bellen aufmerksam. 4-5 Mal pro Nacht schoß ich aus dem Bett, packte uns beide (Tanja
muß bei Kälte einen Mantel tragen, weil sie so wenig Fell hat) schnellstmöglich ein (draußen lag Schnee) und endlich waren wir im Freien. Ich hoffte auf die Geduld unserer Nachbarn -die zum Glück alle sehr nett sind-, denn durch das Gebell gingen in ihren Wohnungen mitten in der Nacht die Lichter an. Wenn Tanja sich gelöst hatte, holte ich
schnell Wassereimer, Scheuerbürste, Schaufel und Tüte, beseitigte alle
Hinterlassenschaften auf Hof und Gehweg und hoffte nochmals auf die Geduld der Anwohner. Tagsüber folgten einige Tierarztbesuche und Debatten mit meinem Mann, der mich nicht unterstützte und beleidigt war, weil sich der neue Hund mit Vorliebe auf Bett und Sofa platzierte und ihn um seinen Schlaf brachte.
Doch Tanja ist so ein lieber Schatz, daß ich entschlossen war, um sie kämpfen und tatsächlich bekamen wir nach und nach alle Probleme in den Griff, denn diese uralte und noch dazu gehörlose Hündin, die noch nie in einer Wohnung gelebt hat, erwies sich als überaus intelligent und lernfähig: Entgegen dem hartnäckigen Vorurteil, ein älterer Hund könne nichts mehr lernen!!!
Sie macht nun auf Sichtzeichen sitz, Platz und komm. Sie bellt in der Wohnung nur ganz kurz und selten (z. B. wenn sie sich sehr freut oder es gleich Futter geben wird). Wenn sie sich lösen möchte, meldet sie sich (funktioniert sogar bei Durchfall) und hält noch bis zu der dafür geeigneten Stelle (ca. 100m von unserer Wohnung) ein. Sie hat sogleich verstanden, daß sie nicht auf Bett und Sofa soll, und versucht nie in unserer Anwesenheit sich dort hinzulegen, doch wenn wir außer Haus sind, sind das ihre Lieblingsplätze. Ihre Wohnzimmermatte ist nahe der Terrassentür und sobald es wieder etwas wärmer, ist wird diese tagsüber offen sein und Tanja kann nach Lust und Laune in unseren kleinen Garten. Sie hat durch ihr hohes Alter ein großes Schlafbedürfnis, daher ist es bestimmt nicht schlimm für sie, wenn ich an 4 Tagen pro Woche zur Arbeit muß.
Gewiß, auf einen Preis kann sie bei keiner Ausstellung mehr hoffen (obwohl sie ein sehr interessantes und schönes Gesicht hat), doch sie hat ein Herz aus Gold: Einen sanfteren und gutmütigeren Hund muß man erst mal finden.Sie genießt ihre Streicheleinheiten mit einem wohligen Brummen und ist überaus anhänglich. Wie schön ist es doch nach der Arbeit nach Hause zu kommen und von ihr überschwänglich begrüßt zu werden! Sie ist sehr, sehr dankbar und verfolgt mich auf Schritt und Tritt, auch wenn sie eigentlich müde ist. Wenn sie einen so anschaut, scheint sie zu lächeln. Kommt Hundebesuch zu uns, ist das für Tanja kein Problem. Auch unterwegs ist sie zu anderen Hunden eher neutral bis freundlich; Nur wenn sie angeraunzt wird, bellt sie zurück. Überhaupt geht sie noch sehr gerne spazieren, schnüffelt hier und dort, gräbt nach Mäusen, hält nach Katzen Ausschau (einmal hat sie einen bemerkenswerten Sprint gezeigt), und ein andermal wollte sie in flottem Trab eine frische Rehfährte (habe das Reh noch gesehen) verfolgen. Draußen im Grünen ist keine Leine nötig, sie läuft sehr schön mit! Sie ist für ihr Alter noch gut zu Fuß und springt mit einem Satz ins Auto. (Ans Autofahren hat sie sich auch ruckzuck gewöhnt).
Kaum zu verstehen, warum sie 5 Jahre im Tierheim auf ein Zuhause warten mußte!
Ihr Gesundheitszustand hat sich verbessert. Die Juckreizattacken kommen immer seltener und sind nicht mehr so intensiv und auch die chronische Ohrenentzündung ist mit den neuen Tropfen etwas abgeklungen. Da sie mehrere kleine Gesäugetumore hat, hoffen wir inständig, daß ihr noch Zeit bleibt und es ihr noch lange gut gehen wird.
Nur leider hat es der kleine Chicco, der immer Tanjas Nähe suchte, nicht mehr geschafft. Er war so krank, daß er Ende Januar ins Regenbogenland geschickt werden mußte.
Ich genieße jeden Tag mit Tanja - das Leben mit ihr ist wunderschön; Schon jetzt habe ich sie so lieb gewonnen, daß ich eigentlich keine Stunde von ihr getrennt sein möchte.

Birgit